Welche Kosten beim Hausverkauf auf Sie zukommen
Beim Verkauf fallen Gebühren an, manche sind Pflicht, manche optional. Wir listen auf, was Eigentümer typischerweise zahlen und was der Käufer übernimmt. Für den Nettoerlös zählt auch der richtige Angebotspreis: kostenlose Immobilienbewertung.
Verkaufskosten auf einen Blick
Als Verkäufer zahlen Sie nicht die Grunderwerbsteuer, die trägt der Käufer. Ihre typischen Posten sind Makler, Notar anteilig und Vorbereitungskosten. Der Verkaufsguide ordnet Kosten in den Gesamtablauf ein.
Makler (optional)
3 bis 7 % des Kaufpreises, je nach Region und Vereinbarung. Oft hälftige Teilung mit Käufer.
Notar (Pflicht)
Ca. 1,0 bis 1,5 % des Kaufpreises, gesetzlich geregelt. Verkäufer und Käufer teilen sich die Kosten meist hälftig.
Grundbuch (Pflicht)
Eintragungs- und Löschungskosten: meist einige hundert Euro, anteilig für Verkäufer.
Vorbereitung
Energieausweis, Fotos, ggf. Sanierung, variabel, oft 500 bis 5.000 €.
Maklerprovision: der größte variable Posten
Ohne Makler entfällt dieser Kostenblock. Mit Makler sollten Sie Provision und Leistungsumfang schriftlich festhalten.
Übliche Höhe
- Deutschlandweit oft 3,57 % bis 7,14 % inkl. MwSt. (je nach Bundesland)
- Bei 400.000 € Kaufpreis: 14.000 bis 28.000 € Gesamtprovision
- Hälftige Kostenverteilung: Verkäufer zahlt seinen Anteil bei Notar
Wann sich der Makler lohnt
- Professionelle Vermarktung und Verhandlung
- Höherer Erlös kann Provision überkompensieren
- Mehr dazu: Makler oder Privatverkauf
Notar und Grundbuch
Beurkundung und Eigentumswechsel laufen über Notar und Grundbuchamt. Diese Kosten fallen immer an.
Notarkosten
- Gebühren nach GNotKG, abhängig vom Kaufpreis
- Bei 400.000 €: grob 4.000 bis 6.000 € gesamt, je hälftig
- Beurkundung, Vollzug, Grundbuchantrag
Grundbuch
- Eintragung des neuen Eigentümers
- Löschung alter Belastungen (z. B. Grundschuld)
- Grundbuchauszug für Käufer: ca. 10 bis 50 €
Hinweis: Den Ablauf ab Notartermin beschreibt unser Artikel Immobilie verkaufen: Ablauf.
Was der Käufer zahlt (nicht Sie)
Diese Kosten fallen beim Käufer an, beeinflussen aber seine Budgetplanung und damit indirekt Ihre Verhandlungsposition.
Grunderwerbsteuer
- 3,5 bis 6,5 % des Kaufpreises, je nach Bundesland
- Bei 400.000 € in Bayern (3,5 %): 14.000 €
- Größter Kostenblock für den Käufer neben dem Kaufpreis
Weitere Käuferkosten
- Notar- und Grundbuchanteil (Hälfte)
- Makleranteil, falls vereinbart
- Finanzierungsnebenkosten der Bank
Optionale und variable Kosten
Vor dem Verkauf
- Energieausweis: ca. 50 bis 150 € (Verbrauch), 300 bis 500 € (Bedarfsausweis)
- Professionelle Fotos: 150 bis 400 €
- Portale und Inserate: 0 bis 500 €/Monat
- Sanierung: stark variabel
Steuern
- Spekulationssteuer bei Verkauf innerhalb von 10 Jahren
- Keine Steuer bei selbst genutztem Objekt in den letzten Jahren
- Steuerberater bei Unsicherheit: ca. 200 bis 500 €
- Maklerkosten einplanen oder Privatverkauf kalkulieren
- Notar- und Grundbuchanteil (ca. 0,5 bis 0,75 % des Kaufpreises) reservieren
- Energieausweis und Exposé-Kosten berücksichtigen
- Spekulationssteuer prüfen, falls Verkauf unter 10 Jahren
- Nettoerlös = Kaufpreis minus alle Verkäuferkosten minus Steuern
FAQ zu Verkaufskosten
Wer zahlt den Notar beim Hausverkauf?
Muss ich als Verkäufer Grunderwerbsteuer zahlen?
Was kostet ein Verkauf ohne Makler?
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